Testeintrag | 14.12.2008 |


Bildergallerie - vor dem Start in Lissabon, Parties und mehr | 17.01.2008 |


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Toyo Tires Europe





Hans Stacey auf MAN bereitet seine Titelverteidigung vor





Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen bei MAN Nutzfahrzeuge für die 30. Dakar. Die vorläufige Teilnehmerliste des Veranstalters führt insgesamt 580 teilnehmende Teams auf - ein neuer Rekord in der Geschichte der Rally. 245 Motorräder, 20 Quads, 205 Autos und 100 Trucks gehen am 5. Januar 2008 auf die insgesamt 9.273 Kilometer lange Strecke.

Zum vierten Mal in Folge wird MAN die meist gefahrene Lkw-Marke bei der Dakar sein: In der Rennwertung tragen 37 von 100 registrierten Trucks den Löwen auf dem Kühlergrill. Hinzu kommen weitere rund 50 MAN Lkw ausserhalb der Rennwertung, die für bekannte Werkteams oder ambitionierte Privatteams Mechaniker, Ersatzteile und Werkstattausrüstungen zuverlässig von Biwak zu Biwak transportieren.

Mit Spannung erwarten die "Dakaristi" den Auftritt von Titelverteidiger Hans Stacey. Nach seinem grossartigen Erfolg bei der Dakar 2007, bei der Stacey am Steuer seines MAN TGA Race-Truck mit einem Vorsprung von mehr als drei Stunden vor dem Zweitplatzierten über die Ziellinie in Dakar fuhr, geht der Niederländer 2008 mit einem neu formierten Team an den Start. Nach dem Ausstieg von Tridec-Geschäftsführer A.J. van Genugten gehört das Team "MAN with a mission 2" nun zu MAN Truck & Bus B.V. und wird vom ehemaligen MAN-Vertriebsvorstand Fred van Putten geleitet.

Staceys neuer MAN TGS, nach neuem FIA-Reglement ein "Kit-Truck" auf Basis des Serien-TGS, weist eine Reihe von technischen Modifikationen gegenüber der 2007er TGA Race Truck-Version auf: Wichtigste Neuerung ist der Ersatz des D28-Motors durch den neuen D26 Common Rail-Motor. Dieser hatte bei der Dakar 2007 im Race-Assistenztruck von Franz Echter erstmals seine Wüstentauglichkeit unter Beweis stellen können: Echter fuhr den MAN TGA 18.480 4x4 auf Anhieb auf den 10. Platz.

Zur Dakar 2008 wird eine wichtige Änderung des Truck-Reglements wirksam: Erstmals unterscheidet der Veranstalter zwischen Kit-Trucks, bei denen Komponenten aus dem Lieferprogramm des Nutzfahrzeugherstellers zusammengestellt werden können, und den so genannten Standard-Trucks, die bis auf die Sicherheitsausstattung weitestgehend der Serie entsprechen müssen.

Wie im Vorjahr wird der zweite Kit-Truck des niederländischen MAN Dakar-Teams von dem Franzosen Philippe Jaquot gesteuert. Dieser hatte bei der Dakar 2007 den 6. Platz in der Lkw-Gesamtwertung eingefahren. Für den schnellen Service auf der Strecke sorgen der deutsche MAN-Versuchsfahrer Franz Echter sowie der Niederländer Geert Verhoeven mit ihren MAN TGS 18.480 4x4 Standard-Trucks.

In den vergangenen Jahren hat sich MAN als Hersteller besonders zuverlässiger und leistungsstarker Allrad-Lkw einen exzellenten Ruf bei den Dakar-Teams erarbeitet. Seit 2005 dominiert die Marke die Lkw-Karawane bei dem Wüstenklassiker. Und das nicht ohne Grund: Unter allen Herstellern hatten die MAN-Trucks stets die geringste Ausfallquote. Deshalb setzen namhafte Teams wie Volkswagen Motorsport, KTM, Mitsubishi oder BMW X-raid zum Teil schon seit vielen Jahren und auch wieder bei der Dakar 2008 auf MAN. Im Laufe dieses Jahres orderten die Dakar-Teams insgesamt 35 MAN Lkw der neuen Baureihe TGS. Damit wird der charakteristische Hochglanz-Kühlergrill des TGS gleich vielfach in den Dünen zu sehen sein.

Der MAN TGS 18.480 4x4 BB kam als TGA bei der Dakar 2007 erstmals zum Einsatz. Der 9.500 Kilogramm "leichte" Truck wird von dem D26 Common Rail-Motor mit 12,5 Liter Hubraum angetrieben, der rund 500 PS leistet. Sein hohes Drehmoment von 2350 Newtonmeter bei 1.200 bis 1.800 Kurbelwellenumdrehungen sorgt für ein beachtliches Beschleunigungsvermögen und eine beeindruckende Durchzugskraft. Der TGS 18.480 4x4 BB kann im Renneinsatz der so genannten Standard-Klasse Werkzeuge sowie Ersatzteile mit einem Gewicht von bis zu drei Tonnen transportieren. Der MAN TGS 18.480 4x4 BB löst den MAN LE 18.280 4x4 BB ab, der sich in den vergangenen Jahren zum meistverwendeten Rennassistenz-Truck bei der Dakar entwickelt hat.

Erstmals in diesem Jahr bot MAN Nutzfahrzeuge den Kunden der neuen MAN TGS Dakar-Trucks die Möglichkeit, vor dem Start der Rally die Fahrzeuge kennen zu lernen und im Süden Tunesiens unter realistischen Einsatzbedingungen zu testen. Das MAN Factory Support Team stellte die Rally-Piloten vor schwierige Navigationsaufgaben, erläuterte die erforderlichen Wartungs- und Kontrollarbeiten am Fahrzeug und übte mit den Teilnehmern das zügige Bergen eines Fahrzeugs. Fahrten auf der sandigen Hochgeschwindigkeitspiste mit bis zu 150 Kilometern pro Stunde rundeten das Programm ab. Peter Ocker, Leiter und Koordinator des Dakar-Engagements bei MAN Nutzfahrzeuge und sein Team schliesslich liessen die Teams an ihrem reichen Erfahrungsschatz als mehrfache Dakar-Teilnehmer teilhaben.

Bei der Dakar 2007 waren insgesamt 24 Allrad-Lkw von MAN in der Rennwertung gemeldet. Nach 2005 und 2006 dominierte die Münchner Lkw-Marke damit erneut das Starterfeld. Hinzu kam eine grosse Zahl von MAN LE 2000, FE 2000 und TGA, die als Service-Trucks ausserhalb der Rennstrecke das logistische Rückgrat vieler Rally-Teams bildeten. Um die zahlreichen Werk- und Privatteams mit MAN Fahrzeugen bei ihrem Kampf gegen die Uhr und die Unbill der afrikanischen Steppe und Wüste zu unterstützen, setzte MAN Nutzfahrzeuge bei der Dakar 2006 erstmals ein eigenes Servicefahrzeug ein. Der dreiachsige MAN TGA 26.480 6x6 BB mit drei erfahrenen Lkw-Mechanikern, Spezialwerkzeugen sowie allen gängigen Ersatzteilen an Bord stand im abendlichen Camp bereit, um bei eventuell auftretenden Problemen mit Rat und Tat helfen zu können. Dieses neue Service-Angebot wurde von den Teams sehr begrüsst, erlaubt es ihnen doch die Konzentration auf ihre originäre Renn- beziehungsweise Assistenzaufgabe. Ausserdem konnten die Teams dadurch ihren eigenen Logistikaufwand für den Transport von Ersatzteilen zum Teil deutlich reduzieren. Aufgrund dieser positiven Erfahrungen kam der MAN Service-Truck auch bei der Dakar 2007 wieder zum Einsatz.

Zur 30. Ausgabe der Dakar schickt MAN Nutzfahrzeuge erstmals zwei MAN TGS 26.480 6x6 BB als Servicefahrzeuge in die Wüste. So ist trotz der weiter wachsenden MAN-Armada gewährleistet, dass alle Teams mit MAN Lkw im Tross auf Rat und Tat der Service-Crew sowie die schnelle Bereitstellung von Ersatzteilen vertrauen können.

Bei der Dakar 2005 startete erstmals das niederländische Exact-MAN Team mit zwei TGA in der Rennwertung gegen die Übermacht der Prototyp-Rennboliden von Kamaz und Co. Hans Stacey fuhr auf dem ersten TGA Race-Truck lange Zeit mit guten Etappenergebnissen unter den Top Ten, bis ihn ein Defekt stoppte. Das zweite Fahrzeug wurde vom Team nach einem Unfall auf der fünften Etappe aus der Wertung genommen. Dennoch zog Hans Stacey damals eine positive Bilanz: "Obwohl wir die Rally nicht beenden konnten, sind wir doch sehr zufrieden. Die Trucks wurden erst 14 Tage vor dem Start fertig und wir hatten kaum Gelegenheit zu Testfahrten. Im Grunde genommen testeten wir während der Rally. Die Tatsache, dass wir die Tageswertungen oft unter den ersten Zehn beendeten, belegt die Stärke des Teams."

Im Laufe des Jahres 2005 wurden die beiden TGA technisch weiter entwickelt und - im Unterschied zum Vorjahr - bereits vor dem Start der Rally einem umfangreichen Testprogramm unterzogen. Neben Modifikationen an Fahrwerk und Bremsen wurden dem D28-Motor einige Mehr-PS entlockt - ohne Kompromisse bei der Standfestigkeit einzugehen. Das Potenzial der TGA Race-Trucks stellte das Exact-MAN Team bei der Dakar 2006 eindrucksvoll unter Beweis. Mit fünf Etappensiegen und dem zweiten Platz in der Lkw-Gesamtwertung feierte das Team aus Son in der Nähe von Eindhoven bei der 28. Ausgabe des Wüstenklassikers einen grossen Erfolg. Die beiden TGA Race-Trucks mit Hans Stacey und Franz Echter am Steuer lieferten sich mit den Prototypen von Kamaz, Hino und Tatra ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen auf der mehr als 9000 Kilometer langen Route von Lissabon nach Dakar.

Ein Unfall auf der 9. Tagesetappe kostete Stacey und Echter mehrere Stunden Zeit und verhinderte eine noch bessere Platzierung der beiden Teams. Mit einer beeindruckenden Aufholjagd, die Stacey vier Tagessiege in Folge einbrachte, konnte sich der erfolgreiche Unternehmer und begeisterte Rallyfahrer trotz des Zeitrückstandes vom dritten auf den zweiten Platz in der Lkw-Gesamtwertung vorkämpfen. Echter half Stacey bei der Bergung seines umgestürzten Trucks und baute aus dem eigenen TGA Teile aus, damit Stacey den Kampf um einen Podiumsplatz so schnell wie möglich wieder aufnehmen konnte. Dadurch fiel Echter auf Platz zwölf zurück. Bis zum Ziel in Dakar konnte er sich wieder bis auf den achten Platz vorarbeiten.

Bei der Dakar 2007 schliesslich schafften die "fliegenden Holländer" den erhofften Sieg: Hans Stacey fuhr mit seinem MAN TGA Race-Truck 3:10:52 Stunden vor dem Zweitplatzierten souverän ins Ziel. Der grosse Erfolg basierte auf einer konstant starken Leistung von Fahrer und Technik. Stacey gewann fünf der 13 Lkw-Etappen und war seit dem 5. Tourtag nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Der zweite MAN TGA Race-Truck - ebenfalls vom Exact-MAN-Team - wurde von Philippe Jacquot (F) gesteuert. Er erreichte einen hervorragenden 6. Platz in der Lkw-Gesamtwertung. Als Assistenzfahrzeug für das Exact-MAN Team wurde der neue TGA 18.480 eingesetzt. Franz Echter fuhr ihn auf den 10. Platz. Weitere Informationen zum niederländischen MAN Dakar-Team finden Sie unter [ www.manwithamission2.com ].

Artikel vom 20.12.2007, Artikel: Redaktion/hs/MAN








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