Testeintrag | 14.12.2008 |


Bildergallerie - vor dem Start in Lissabon, Parties und mehr | 17.01.2008 |


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Toyo Tires Europe





Holländische DAF-GINAF Fraktion überrascht 2008.






Es war still geworden um den einstigen Truck-Rally-Haudegen und "Dakar-Urgestein" Jan de Rooy und seinen Sohn Gerard. Der von der ASO verweigerte Start 2006, das umstrittene Ausscheiden 2007 - Sieg-Abonnent Kamaz aus Russland hatte statt mit den holländischen DAF nun mit der roten MAN-Flotte zu kämpfen.

2008 will man es nun erneut versuchen - doch diesmal ganz anders. Der Haupt-Sponsor Gauloises ist weg, der Motorenlieferant ist weg, die 2007er Autos entsprechen nicht mehr den aktuellen Regeln. Aufgeben? Daran hat man in Son bei Eindhoven wohl ernsthaft nie gedacht. Jetzt ist de Rooy sein eigener Sponsor, die Dakar-Flotte erstrahlt jetzt statt in Königs-Blau in der De Rooy-Hausfarbe Orange - wie übrigens auch die rund 550 Lkw des Transport- und Logistikunternehmens.

Drei Rally- und zwei Assistenztrucks bilden das De Rooy-Dakar-Kommando. Die beiden schnellen Renn-Trucks von Jan und Gerard de Rooy bauen auf der 2006 nicht zugelassenen Version auf. Allerdings mit gravierenden Veränderungen: So wurde vor allem die damals umstrittene Federung den neuen Regeln entsprechend angepasst.

Entscheidend ist aber das neue Herz, das unter der DAF-Kabine im GINAF-Rahmen pocht: Ein Iveco Cursor C13-Motor, vom niederländischen Iveco-Importeur Schouten (vielen bekannt von der Dresden-Breslau) für den Sporteinsatz präpariert. 820 Pferde und 3.200 Nm befeuern nun die beiden offiziell als "Ginaf X 2222" geführten Trucks. Und statt Einzelradaufhängungen übernehmen jetzt Sisu-Starrachsen die tragende Rolle. Wie sich die neuen Trucks bei der Technischen Abnahme machen ist allerdings noch offen...

Konkurrenz aus dem eigenen Lande bekommen die nun Orangen vom Werksteam des kleineren Truck-Herstellers GINAF, der aus DAF-Trucks "echt harte Jungs" macht. GINAF profitierte 2007 von dem Crash des teils Führenden Kamaz und dem Ausfall der De Rooy Truppe, schaffte es aufs Podium - und da will man auch wieder hin.

Energisches Grübchen im Kinn: Die junge Truppe rund um den Dritten der Lkw-Wertung von 2007, Wuf van Ginkel, hat sich prominent verstärkt: Marcel van Vliet fährt jetzt den zweiten Renntruck. Van Vliet, bisher eher glücklos im Team mit Hans Bekx: "Wir sind wirklich gut vorbereitet und wollen unter die Top Five!" Das sieht auch Wuf van Ginkel so: "Wenn wir nach dem Ruhetag unter den ersten Fünf sind ist alles möglich, wir wollen wieder aufs Podium!"

Dabei setzt das Team aus Ederveen wieder auf die Ginaf-Trucks mit CAT-Power. 950 Pferde aus 18 Litern Hubraum und einem Drehmoment von 3.260 Nm bilden den Treibsatz für die beiden Ginaf X 2222 SP Rennfahrzeuge, die im Wesentlichen der erfolgreichen Vorjahresversion entsprechen.

Kommen wir zum dritten Team aus Holland, auch mit DAF unterwegs uns nicht selten für eine Überraschung gut. Hans Bekx und seine Truppe, 2005 auf Platz 2 liegend disqualifiziert, 2006 wie De Rooy nicht zum Start zugelassen und im vergangenen Jahr eher glücklos unterwegs. Trotz der Rückschläge sind sie wieder mit dabei, wenn auch nur mit einem kleinen Team: Einem Race- und einem Servicetruck. "Wir sind zwar ein wenig kleiner geworden, verfügen aber über 8 Jahre Dakar-Erfahrung" so Hans Bekx. Um dennoch in einem grossen Team zu starten, hat man sich der holländischen "Dakarsport"-Gruppe angeschlossen und fährt auch in deren Orange-Blauen Farben.

Offiziell will man es aber ruhiger angehen lassen: "Wir wollen die Dakar geniessen, Spass haben, abends eine Cola geniessen. Die ganze Hetzerei kann auf Dauer nicht gut sein und geht einem zu schnell zu Kopf." Doch ganz so beschaulich wird es dann wohl doch nicht bleiben: "Naja, meine Frontscheibe ist immer noch grösser als der Spiegel und deshalb schaue ich lieber öfter durch die Frontscheibe - wir fahren hier nicht nur mit, um anzukommen, dazu kann man ein Flugzeug nehmen." grinst Bekx.

Der Holländer startet 2008 erneut mit dem DAF75, der er auch schon 2007 einsetzte. "Das ist der beste Rallytruck, den wir jemals gebaut haben und ich kenne ihn bis ins Detail. Wir haben nicht viele Änderungen vorgenommen, das hat auch mit dem neuen Reglement zu tun" so Bekx, der übrigens am 11. Januar zum achten mal in Folge seinen Geburtstag auf der Dakar feiert.

Artikel vom 21.12.2007, Artikel: Redaktion/hs/kpk








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