Liveberichte und Fotos von Rallys & Events



Aktuelle Nachrichten 4x4, Offroad, Rally



Teams, Fahrzeuge, Links, Downloads...



Das Fotoarchiv zum Ansehen und Bestellen

















Sie befinden sich in den marathonrally.com News Einzelartikeln. Um zur Übersicht zurückzugelangen, klicken Sie bitte unter dem Artikel auf den gewünschten Link.





Libya DC: Libyer führen nach fünfter Etappe am Montag

Am Montag morgen starteten die Teilnehmer der Libya Desert Challenge früh in die rund 250 Kilometer lange Liaison ins weiter östlich gelegene Camp Africa, einem wunderschönen Campingplatz am Rande der Kleinstadt Tikerkiba, inmitten eines Oasengürtels und unter Palmen direkt an rund 250 Meter hohen Dünen gelegen. Optisches Highlight des Tages waren die berühmten Mandara-Seen, die jedoch kaum ein Teilnehmer aufgrund der schnell vorbeiführenden Etappe wirklich zu sehen bekam.

Genau 156 Kilometer ging die Rallystrecke ausschliesslich durch Dünen, anders als am Sonntag war der Schwierigkeitsgrad jedoch geringer, da nur wenige Dünenüberquerungen, dafür aber mehrere sehr weiche Dünenpisten bewältigt werden mussten.

Bei den PKW´s wurde wie auch bei den Motorrädern hart gekämpft. Für Mercedes-Piloten Hans Baur und Beifahrer Michael Zerwer galt es, die Gesamtführung zu verteidigen, die Libyer Salah/Hwas hingegen wollten alles versuchen, die Führung zu übernehmen. Das Toyota-Team Münch/Witt wollte endlich einmal einen Etappensieg einfahren.

Das Ergebnis sollte alle überraschen, denn im Ziel wartete man vergeblich auf Baur/Zerwer. Ihr Mercedes G 300 blieb mitten in den Dünen mit einem Motorplatzer stehen, was schliesslich das Aus für die Schwaben bedeutete. Den Etappensieg holte sich wie selbst gewünscht das Team Münch/Witt mit ihrem goldenen Toyota knapp vor den Libyern Salah/Hwas im Range-Rover. Während sich Michael Münch und Tobias Witt überglücklich in die Arme fielen, drehte der libysche Range-Rover immer wieder Runden um das Ziel. Hintergrund: Die Kupplung der Libyer war ausgefallen, somit mussten beide immer in Fahrt bleiben - übrigens eine Meisterleistung, da immerhin 80 Kilometer Dünen ohne Kupplung von ihnen bewältigt wurden.

An dritter Position kam der abgesägte Range-Rover der Schweizer Hutter/Cuerel ins Ziel. Da beide jedoch den ersten CP übersahen, rutschte Jeep Cherokee Pilot Lars Adam am Ende des Tages auf Platz drei der Gesamtwertung. Adam und seine Beifahrerin Birte Rietenbach kämpften sich ebenfalls mit einem Schaden ins Ziel. Das komplette Verteilergetriebe hatte sich zerlegt und wurde durch ein handgrosses Loch im Unterboden im Dünensand verteilt. Über Umwege und nur mit Zweiradantrieb schafften es die beiden schliesslich noch ins Ziel, können die Rally aber nicht mehr weiter fortsetzen.

Bei den Motorrädern kamen heute der Schweizer Marcel Signer und der Bayer Thomas Spaarmann (beide KTM) zeitgleich als Erste im Ziel an, gefolgt von Leo Krucker (Schweiz, KTM), Matthias Vetiska (Österreich, KTM) und Christian Wölfl (Deutschland, KTM).

Ein Abenteuer der besonderen Art folgte aber noch für den Berge-Truck, den Ärzte Landcruiser der Promedics sowie Orga-Mitglied Christine Schroeder. Schroeder hatte mit ihrem Toyota HZJ 78 den CP1 besetzt und traf bei der Abfahrt nach der Rally auf den havarierten Mercedes von Hans Baur. Während Baurs Beifahrer Michael Zerwer beim Mercedes blieb, übernahm Baur das Steuer des Toyotas und pilotierte die Norddeutsche mit routiniertem Fahrstil zurück zum Camp. Unterwegs trafen sie auf das Ärzteteam, das sich im einem Dünentrichter derart eingegraben hatte, das selbst die Türen nicht mehr aufgingen. Baur und Schroeder bargen den Ärzte-Toyota, der seine Fahrt danach fortsetzte, um beim liegengebliebenen Mercedes auf das Bergefahrzeug zu warten.

Das kam dann auch kurzer Wartezeit, lud den Mercedes auf - und fuhr sich im Anschluss derart fest, das es nicht mehr aus eigener Kraft herauskam. Und so verbrachten Ärzte, Mercedes-Co Michael Zerwer sowie die Besatzung des Berge-MAN die Nacht in den Dünen, um am Dienstag morgen von den beiden MAN KAT von Uwe Ziegler und Andreas Burgard geborgen zu werden.

Leider hat die Rallyleitung die Organisation der CP´s immer noch nicht ganz im Griff. Nachdem die Besatzungen von CP1, CP2 und CP3 erst am morgen gemeinsam losfuhren (die Standpunkte wurden morgens bekanntgegeben), stellte sich heraus, das die Strecke zu schwierig für zwei der drei CP-Teams war - die Teilnehmer überholten die Besatzungen der schliesslich nicht besetzten CP2 und CP3.

"Schade, die Rally selbst ist klasse, die Strecken wunderbar. Aber bei einer derartigen Organisation hat man das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. Im Endeffekt machen wir hier ein "Fahren nach Bildern" - was bringts denn, wenn immer wieder CP´s nicht besetzt sind und man jedesmal aufs neue Zeit verschwendet, diese zu suchen". so Tagessieger Michael Münch am Abend.

Am Dienstag startet der Rallytross in die sechste Etappe vom Camp Africa ins Camp Tingwert. Dabei wurde die Etappe aus zeitlichen Gründen von 238 auf rund 130 Kilometer verkürzt. Die Teilnehmer erwartet eine Dünenfelddurchquerung sowie einige Kilometer Schotterpiste.

Etappenwertung PKW 5. Etappe Camp Africa - Camp Africa

01) 107 | Münch/Witt (D) | Toyota HZJ 74 | 02:42:02 | 00:00:00
02) 108 | Dirdira/Hwas (LAR) | Range Rover | 02:52:05 | 00:10:05
03) 106 | Adam/Rietenbach (D) | Jeep Cherokee | 03:44:08 | 01:02:06
04) 101 | Hutter/Cuerel (CH) | Range Rover | 03:52:24 | 01:10:22 (ZS 1:00 Std)
05) 104 | Siegner/Von Ow (CH) | Toyota Landcruiser | 04:08:24 | 01:26:22
06) 103 | Lumia/Lumia (I) | Toyota HZJ 105 | 04:36:30 | 01:54:26
07) 100 | Baur/Zerwer (D) | Mercedes G | ausgefallen

Etappenwertung Motorräder 5. Etappe Camp Africa - Camp Africa

01) 10 | Signer, Marcel | KTM 660 | 02:08:45
02) 08 | Spaarmann, Thomas | KTM 525 | 02:13:45
03) 03 | Krucker | KTM 660 | 02:46:05
04) 14 | Vetiska, Matthias | KTM 660 | 02:54:20
05) 06 | Wölfl, Christian | KTM 660 | 03:00:19
06) 09 | Pfeuffer, Werner | KTM 525 | 03:07:08 (ZS 0:30 Std.)
07) 01 | Hussain, Dean | Honda XR | 05:29:22 (ZS 1:00 Std.)
08) 15 | Holland, Steve | KTM 450 | ausgefallen
09) 13 | Copleston, Kev | CCM 404 DS | nicht gestartet
10) 04 | Stranzinger, Gerhard | BMW R100 | nicht gestartet

Gesamtwertung PKW nach der 5. Etappe Camp Africa - Camp Africa

01) 108 | Dirdira/Hwas (LAR) | Range Rover | 20:08:08
02) 107 | Münch/Witt (D) | Toyota HZJ 74 | 22:36:10
03) 101 | Hutter/Cuerel (CH) | Range Rover | 26:08:52
04) 103 | Lumia/Lumia (I) | Toyota HZJ 105 | 33:28:17
05) 104 | Siegner/Von Ow (CH) | Toyota Landcruiser | 36:05:38
06) 106 | Adam/Rietenbach (D) | Jeep Cherokee | 39:35:52

Gesamtwertung Motorrad nach der 5. Etappe Camp Africa - Camp Africa

01) 03 | Krucker | KTM 660 | 13:37:05
02) 08 | Spaarmann, Thomas | KTM 525 | 15:23:34
03) 06 | Wölfl, Christian | KTM 660 | 16:33:52
04) 09 | Pfeuffer, Werner | KTM 525 | 17:38:42
05) 13 | Copleston, Kev | CCM 404 DS | 24:03:57
06) 10 | Signer, Marcel | KTM 660 | 27:15:42
07) 15 | Holland, Steve | KTM 450 | 29:35:07
08) 01 | Hussain, Dean | Honda XR | 32:48:07
09) 04 | Stranzinger, Gerhard | BMW R100 | 36:12:38
10) 14 | Vetiska, Matthias | KTM 660 | 38:30:35

Artikel vom 28.02.2005, Autor: LDC Liveteam / hs

Zurück zur News-Übersicht: [ HIER KLICKEN ]

Zurück zum News-Archiv: [ HIER KLICKEN ]

























ORC.de















Kostenlos und wöchentlich - der Marathon Newsletter







 COPYRIGHT 2003 - 2008 MARATHONRALLY.COM | COLOGNE | NUREMBERG | BUDAPEST | KUALA LUMPUR | ST. PETERSBURG | QATAR | PRAHA | MANILA