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Libya Rally Raid: Belgier finden das Camp aus eigener Kraft


Aufatmen am Abend im Camp der Libya Rally Raid: Das belgische Mercedes G-Team um Bernard Dhont hat es am frühen Abend aus eigener Kraft ins Camp geschafft - ausgelaugt und psychisch geschafft, aber unverletzt. "Der Sandturm hat durch die starke Reibung der Sandkörner das Auto statisch aufgeladen und die gesamte Elektronik spielte verrückt" so Dhont im Camp, "überall sah man bis zu 5 cm lange Blitze, wenn man etwas anfasste, bekam man sofort einen elektrischen Schlag. Daraufhin hat auch unser GPS versagt."

Am Nachmittag dann ein Moment des Glücks: "Auf einmal piepte etwas im Auto und für wenige Minuten zeigte unser GPS die aktuelle Position an" berichtet Dhont, "kurz darauf war das Signal wieder weg. Es war wie ein Wunder. Aufgrund des Signales konnten wir uns orientieren, wir waren ca. 40 Kilometer vom eigentlichen Track entfernt. Wir sind dann geographisch in Richtung Camp gefahren. Nach einer Weile haben wir die Spuren von zwei Fahrzeugen gefunden, die mit der Richtung überein stimmten. Wie sich später herausstellte, waren es tatsächlich die Spuren von den Teams Eisenmann und Asmus."

Beide hatten doppelt Glück, denn das Wasser wurde knapp. "Wir hatten genug dabei, doch zum Schluss wurde es eng. Die letzten zwei Schluck Wasser haben wir auf der Strasse kurz vor dem Camp getrunken" so Beifahrer De Bruijn. Erleichtert zeigte sich neben der Organisation vor allem Teamchef Hans Baur, der sich den ganzen Tag um "seine" Jungs sorgte. Umso herzlicher war der Empfang seiner belgischen Kunden im Camp. Erleichterung auch bei der Organisation: "Nichts ist schlimmer, als einen Teilnehmer zu vermissen - vor allem die Ungewissheit nagt an einem" so Rennleiter Marco Bölling.

Durch die Rückkehr der beiden wir die morgige Etappe wie geplant gestartet. Dabei geht es auf einer weiteren Dünenetappe direkt ins Camp "Aania" am Rande eines Dünengebirges. Ob das belgische Team wieder startet, ist noch offen: "Wir trinken noch ein Bier, gehen früh ins Bett und entscheiden dann morgen" so Bernhard Dhont. Steigen sie aus, wären nur noch drei Pkw (die Teams Kessler, Eisenmann und Asmus) im Rennen. Nach einer Pause sind übrigens auch die beiden Race-Unimogs dabei.

Artikel vom 23.03.2008, Libya Rally Raid Liveteam








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