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Pharaonen Rally: Alain de Mevius gewinnt Pharaonen Rally 2004

Nicht Gregoire, sondern Alain de Mevius heisst der glückliche Gewinner der Pharaonen Rally 2004. Eigentlich hatte keiner so richtig mit dem Cousin des bekannteren Gregoire gerechnet, war er doch mit einem unscheinbaren und offenen BAT Buggy - der aussieht wie ein Ur-Buggy - angetreten. Doch der Belgier zeigte Durchhaltevermögen und fahrerisches Können - so das wir mit Sicherheit in Zukunft mehr von ihm hören werden.

An zweiter Stelle schloss das belgische Bowler-Team Daniel Peeters/Jean-Cedric Legein die Rally ab, ein erster zweiter Platz insgesamt im Rallyraid für die sonst eher glücklosen britischen Landrover-Umbauten. Platz drei belegte überglücklich das ungarische RTL-Motorsport Team Laszlo/Daraszi, bisher im Rallyraid-Sport international eher auch weniger erfolgreich unterwegs.

Profitieren taten alle drei von den heftigen Zeitstrafen für die Volkswagen-Tarek Piloten Stephane Henrard und Jean-Francois Dubois, die bis auf eine Ausnahme täglich mit massiven Abständen die Etappen für sich entscheiden konnten. Doch beide kassierten über 13 Stunden Zeitstrafe, beide wegen technischen Problemen - wie echte Gentlemen nahmen es der wie immer charmante Stephane Henrard und der kühle Geschäftsmann Jean-Francois Guinot gelassen hin: "Thats racing" so Stephane Henrard lächelnd gegenüber marathonrally.com. Ihr eigentliches Ziel haben beide erreicht: Sie wissen, das ihre Fahrzeuge viele Konkurrenten um Längen schlagen können, sie wissen, das sie mit ihrem derzeitigen Serviceteam eine gute Wahl getroffen haben.

Eigentlich sollte die letzte Etappe der Pharaonen Rally 2004 eher ruhiger angegangen werden - dennoch kaempften einige Teilnehmer um die letzten Positionen, ergo gab es auch kurz vor Schluss noch einige Ausfälle. Besonders hart traf es den Franzosen Christian Lavieille und seinen Beifahrer Arnaud Debron im Ford Protruck: Gestern kämpfte er noch mit zu hohen Drehzahlen und schaffte es dennoch gemeinsam mit Hilfe Alain de Mevius ins Ziel, heute fiel er nach 50 Kilometern mit einem defekten Getriebe komplett aus. Noch vor zwei Tagen bekam Lavieille selbst deutsche Hilfe, nachdem er auf einer harten Dünenkuppe aufgesetzt hatte. ORC-Chef Hans Baur und seine Frau nahmen ihn kurzerhand an den Haken und befreiten ihn aus der misslichen Lage.

Dennoch hat Lavieille genug vom Protruck: "Dies war ein Test, der Wagen macht viel Spass, doch ehrlich gesagt ist er für mich nicht die erste Wahl." Angesprochen auf die nächste Rally weiss Lavieille noch nicht genau, wie es weitergeht: "Ich hoffe, genug Sponsoren für die Dakar zu finden, dann bin ich dabei. Mein Favorit wäre dabei ein Fahrzeug von Nissan Dessoude".

Freunde hingegen beim italienischen Nissan-Tecnosport Piloten Marco Tempestini - nachdem er gestern eigentlich ausgefallen war, konnte er heute erneut starten und die Rally mit einer hervorragenden neunten Gesamtposition beenden.

Im nächsten Jahr wird die Pharaonen Rally zum FIA Worldcup gehören - das ist nicht nur in der Diskussion, sondern bereits beschlossene Sache, wie eine FIA-Beobachter gegenüber marathonrally.com bestätigte. Aus diesem Grund werden die UAE Desert Challenge - bisher gefährlich nahe an der Pharaonen Rally gelegen - und die ägyptische Rally weiter auseinander geschoben, rund 40 Tage sollen dann zwischen den beiden Veranstaltungen liegen.

Insgesamt ist die Pharaonen Rally gut und mit viel Liebe organisiert, die Strecken sehr vielseitig von schnell bis anspruchsvoll ausgelegt - die Werksteams dürfen also kommen. Ebenso freuen sich die Veranstalter 2005 auf mehr deutsche Teilnehmer - in diesem Jahr war leider kein einziger vertreten.

Umso mehr wurden wir von marathonrally.com angesprochen, was denn mit den Deutschen los sei. Also deutsche Teams - traut Euch: Die Rally ist günstig, spannend, sehr gut zu fahren - und führt durch eine historische Kulisse, die seines gleichen sucht. Und wer noch Beklemmungen vor einem arabischen Land hat: Die Ägypter "stehen auf Deutsch", wie unser Reporter Hansy Schekahn mehrfach täglich immer wieder feststellen durfte.

In den nächsten Tagen berichten wir abschliessend in einer ausführlichen Zusammenfassung über die Pharaonen Rally 2004 - in diesem Sinne verabschieden wir uns aus Ägypten und sind ab dem 05. Oktober wieder wie gewohnt mit den täglichen News und vielen interessanten Neuigkeiten für Sie da.

Endstand nach der 7. Etappe Baharija - Kairo

01) De Mevius/Eggermont | Bat Buggy | 29:54:20 | 00:00:00
02) Peeters/Legein | Bowler Wildcat | 33:46:50 | 03:52:30
03) Laszlo/Daraszi | Nissan Pickup | 33:54:54 | 04:00:34
04) Picco/Ronconi | Fornasari RR450 | 33:57:30 | 04:03:10
05) Michiels/De Mey | Bowler Wildcat | 36:58:56 | 07:04:36
06) Vismara/Cambiaghi | Mercedes Unimog | 37:24:24 | 07:30:04
07) Panseri/Paccani/Gamba | Mercedes Unimog | 39:07:03 | 09:12:43
08) Chionni/Piana/Minelli | Mercedes Unimog | 39:16:46 | 09:22:26
09) Tempestini/Di Persio | Nissan Pathfinder | 39:47:23 | 09:53:03
10) Trucco/Pattono | Mercedes Unimog | 39:51:13 | 09:56:53

11) Julien/Falaise | Nissan Patrol GR | 42:12:00 | 12:17:40
12) Henrard/De Roissard | VW Tarek | 44:04:39 | 14:10:19
13) Guinot/Dubois | VW Tarek | 44:55:55 | 15:01:35
14) Pezzotta/Zanetti/Mutti | Mercedes Unimog | 46:48:08 | 16:53:58
15) Bezemer/Cnudde/Van de Velde | MAN 19.464 | 47:51:27 | 17:57:07
16) Sandor/Czegledi | Nissan Pickup | 51:38:50 | 21:44:30
17) Gosselin/Serreau | Nissan Patrol GR | 58:04:52 | 28:10:32

Artikel vom 02.10.2004, Autor: Redaktion/hs (Live aus Ägypten)

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01) Al Mutaiwei | 101 Pts.


01) Peterhansel | 90 Pts.


03) C. Sousa | 81 Pts.


04) Schlesser | 66 Pts.


05) Patissier/de Mevius | beide 45 Pts.







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