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 | Pharaonen Rally: Harte sechste Etappe mit vielen Un- und Ausfaellen |
 Die rund 409 Kilometer lange sechste Etappe von Siwa zurück nach Baharija sollte für
einige Teilnehmer nochmals zu einer harten Probe werden. Die Strecke entsprach in
etwa der vierten Etappe vom 29. September, wurde jedoch in umgekehrter Reihenfolge
gefahren.
Einen ersten Ausfall gab es bereits gestern Nachmittag ganz ohne einen Schaden: Das
russische Narttime-Team um Ruslan Misikov und seinen Beifahrer Talantsev musste
seinen schnellen Promotech-Nissan Pickup stehen lassen - nach aufkommenden Schmerzen
hatte Misikov den Rallyarzt aufgesucht und dieser empfahl ihm, nicht weiter
teilzunehmen. Um Fahrzeug und Gesundheit zu schonen trat das erfolgreiche Team
schliesslich heute morgen den Rückweg nach Kairo an.
Entgegen ersten Befürchtungen konnte der VW Tarek des Franzosen Jean-Francois Guinot
gestern doch noch repariert werden, aufgrund der hohen Zeitstrafen mussten Guinot
und sein belgischer Teamkollege heute dennoch von der letzten Position starten. Ein
kurzer Schock dann für Guinot inmitten der Etappe: Sein Tarek verlor Öl, Guinot
musste für 14 Minuten halten, konnte den Schaden aber beheben. Dennoch schafften
Henrard und Guinot heute wieder Platz eins und zwei in der Etappenwertung - ohne
Schaden hätte Guinot gewonnen.
Christian Lavieille, der charmante Protruck-Pilot und mit Sicherheit
"Lieblings-Schwiegersohn" vieler Mütter, konnte die Etappe heute ohne Probleme
beenden - blieb jedoch die ganze Zeit über mit Alain den Mevius im Buggy zusammen,
da sein Motor aufgrund technischer Probleme nicht über 4.000 Umdrehungen kommen
durfte und das Risiko eines Liegenbleibens zu hoch war. Heute lüftete Lavieille auch
das Geheimnis seiner vielen Beulen: Auf der vierten Etappe am 29. September bremste
er zu stark vor einem hohen Dünenabhang, rutschte dann die Düne herunter, blieb
unten stecken und fiel auf die Seite. Dennoch blieben Fahrer, Beifahrer Arnaud
Debron und der mächtige Ford Protuck bis auf ein paar Blessuren unbeschädigt.
Manchmal ist es also doch von Nutzen, wenn man keine Scheiben hat...
Ausgeschieden ist heute der in der Gesamtwertung an zweiter Stelle liegende Marco
Tempestini mit seinem Nissan Pathfinder. Nach einem Motorschaden war er nicht zum
Start angetreten, der Schaden konnte behoben werden, dennoch entschied man sich, nur
die Überführungsetappe zu fahren. Auf dieser trat der Schaden dann nochmals auf -
und so musste mitten in der Wüste das komplette Getriebe gewechselt werden.
Ebenso ausgeschieden sind der Nissan-Pilot Etienne Smulevici und das japanische
Hino-Team um Teruhito Sugawara. Während Smulevici nach einem Unfall hinter einer
Düne vom Helikopter ausgeflogen werden musste, hatte Sugawara Glück im Unglück: Sein
Hino Ranger Truck begann zu brennen, ein gerade vorbeikommendes Unimog-Team hielt
an, um den japanischen LKW zu löschen - Sugawaras Feuerlöscher funktionierte nicht.
Der Schaden blieb so gering, das eine weitere Teilnahme zwar nicht möglich, aber die
Fahrt ins Camp über die Asphaltstrecke dennoch fortgesetzt werden konnte.
Am Abend begutachteten Sugawara und sein Beifahrer Saiki den Schaden - halb
fluchend, halb lachend. Öl hatte sich im Motorraum verteilt und Feuer gefangen,
direkt unter dem Sitz des Fahrers, der bei diesem Fahrzeug auf der rechten Seite
liegt. Innen völlig schwarz verrusst entpuppte sich der Schaden dann zum Glück
geringer als befürchtet, lediglich einige Kabel und Kunsstoffteile verbrannten oder
schmolzen.
Gesamtwertung nach der 6. Etappe Siwa - Baharija
01) De Mevius/Eggermont | Bat Buggy | 25:19:04 | 00:00:00
02) Lavieille/Debron | Ford Protruck | 28:06:58 | 02:47:54
03) Peeters/Legein | Bowler Wildcat | 29:15:23 | 03:56:19
04) Laszlo/Daraszi | Nissan Pickup | 29:28:18 | 04:09:14
05) Picco/Ronconi | Fornasari RR450 | 29:45:44 | 04:26:40
06) Anquetil/Toscano | Nissan Patrol GR | 30:44:17 | 05:25:13
07) Michiels/De Mey | Bowler Wildcat | 30:54:37 | 05:35:33
08) Vismara/Cambiaghi | Mercedes Unimog | 32:24:51 | 07:05:47
09) Panseri/Paccani/Gamba | Mercedes Unimog | 34:06:36 | 08:47:32
10) Chionni/Piana/Minelli | Mercedes Unimog | 34:12:14 | 08:53:10
Artikel vom 01.10.2004, Autor: Redaktion/hs (Live aus Ägypten)
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01)
Al Mutaiwei | 101 Pts. |

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01)
Peterhansel | 90 Pts. |

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03)
C. Sousa | 81 Pts. |

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04)
Schlesser | 66 Pts. |

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05)
Patissier/de Mevius | beide 45 Pts. |

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