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 | Pharaons 2006: Sergej Shmakov gewinnt die vierte Etappe |
 Die vierte Etappe von der Oase Farafra zurück nach Baharija wurde in zwei landschaftlich verschiedenen Stages ausgetragen. Die erste Stage führte über schnelle, sandige und zumeist hügelige Pisten über 205 Kilometer rund um die Oase Farafra, nach einer Überführung ging es in der zweiten Stage wieder durch die "White Desert" über knapp 170 Kilometer zurück nach Baharija.
An der Spitze lieferten sich wie in den letzten Tagen der Russe Sergej Shmakov mit seinem ZIL-Buggy sowie die beiden BMW X-Raid X5CC von Jose Luis Monterde und Paulo Nobre ein heisses Duell. In der ersten Etappe lag der Spanier Monterde noch knapp eine Minute vor dem Russen Shmakov, dahinter der Brasilianer Nobre. "Shmakov hatte es leicht" berichtet Monterde, "wir mussten als Führende den Weg suchen und er nur unserer Staubfahne folgen". Entsprechend dicht blieb der Russe an den Spanier dran, nahm ihm zwei Minuten ab und gewann somit letztlich die Etappe, Paulo Nobre kam auf Platz 3. In der Gesamtwertung führt Monterde jedoch weiter vor Shmakov und seinem brasilianischen Teamkollegen. Immerhin, Monterde stellte gestern einen neuen Rekord auf: Mit ausgelesenen (kurzfristigen) 192 km/h stellte der Spanier einen neuen Pharaons-Geschwindigkeitsrekord auf.
Platz vier in der Tageswertung fuhr überraschend das israelische Mitsubishi-Team Heymann-Raz/Segal ein - beide sind mit ihrem gelben Pajero-Prototyp-Eigenbau kontinuierlich ruhig unterwegs, was sich auf der vierten Etappe nun bezahlt machen sollte. Auf Platz fünf folgt die Italienerin Prisca Taruffi im Promotech Nissan vor Pelichet/Decre im Bowler und Christian Lavieille im Dessoude Nissan Pathfinder. Für Lavieille ist der fünfte Platz keineswegs uninteressant, ist er schliesslich der Gesamt-Führende in der T2-Klasse und somit auch Tagesbester bei den seriennahen Fahrzeugen.
Das Pech schlug hingegen wieder einmal bei dem Ungarn Sandor Kis mit seinem neuen Nissan Navara zu. Knapp 20 Kilometer vor dem Ziel der ersten Etappe zerstörte er sich die Antriebswelle und konnte nur noch mit Zweiradantrieb weiterfahren - was sich gerade auf den letzten Kilometern als knifflig herausstellte, da hier sehr weiche Sandpassagen bewältigt werden mussten. Zwischen der ersten und zweiten Stage gelang es dem Team jedoch, die Antriebswelle zu wechseln, so das es am Ende immerhin noch für einen neunten Platz nach dem Iveco von Giacomo Vismara langte.
Eine Glanzleistung bietet wieder einmal das ungarische FLEX MAN-Team von Balazs Szobi, Attilla Eder und Akos Jobbagy - mit denen man sich übrigens hervorragend auf Deutsch unterhalten kann. Die drei haben zwar einen schnellen Lkw, kämpfen aber nicht um jeden Preis um eine gute Platzierung, sondern haben (wie auf der Dakar) eher das "Ankommen" auf ihrer Liste. Entsprechend Zeit nehmen sich die Ungarn zwischendurch, um immer wieder anderen Teilnehmern zu helfen und Fahrzeuge zu bergen, zusätzlich dienen sie als "Fast Assistance" für den Landsmann Sandor Kis im Nissan. Entsprechend wurde das Team gestern beim allabendlichen Briefing auch von Veranstalter Jacky Ickx geehrt - und erhielt den Tagespreis für ihre Fairness. Dennoch machen die drei Ungarn nicht nur "Urlaub" - zwischen sieben Lkw in Wertung liegen sie derzeit auf Platz vier.
Am Samstag geht es auf der fünften Etappe über 448 Kilometer in die Oase Siwa nahe der libyschen Grenze. Dabei werden erstmals die lang ersehnten grossen Dünen (bis zu 300 Meter hoch) durchquert. Knapp 372 Kilometer sind dabei in Wertung zu bewältigen.
Artikel vom 06.10.2006, Artikel: Pharaons Live Team/hs

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