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Pharaons 2006: Viel Pech für Monterde in der fünften Etappe






Er hatte die Gesamtführung von dem Russen Sergej Shmakov übernommen und wollte sie eigentlich nicht mehr hergeben - der Spanier Jose Luis Monterde in seinem X-Raid BMW X5CC. Doch am heutigen Samstag wurde der Spanier richtig vom Pech verfolgt: Gleich zweimal (!) wurde während der Strecke auf den beiden verfügbaren Servicepunkten das komplette Getriebe gewechselt. Somit fiel der Spanier in der Tageswertung auf den letzten Platz zurück, auch in der Gesamtwertung liegt Monterde jetzt "nur" noch auf Platz 3. "Das wird eine lange Nacht" berichtet ein Mechaniker - man ist emsig dabei, den Fehler zu finden und zu beheben.

Profitiert haben von Monterde´s Rückschlag alle nachfolgenden Teilnehmer - insbesondere der Ungar Sandor Kis, dem die grosse Dünenetappe über 448 Kilometer von Baharija in die Oase Siwa nahe der libyschen Grenze besonders lag. Der Ungar schaffte es hinter Sergej Shmakov im ZIL-Buggy auf die zweite Position und verdrängte so den Brasilianer Paulo Nobre im zweiten BMW X-Raid auf Platz 3. "Heute hat Sandor sich wieder ein wenig vorgewagt" berichtet Teamsprecher Zsolt Varkony. "Das Auto ist bekanntlich neu und da gibt man noch nicht alles - heute hat es wieder für ein paar km/h mehr gereicht". Sandor tut gut daran, es vorsichtig angehen zu lassen - bei ersten Tests in Ungarn hatte sich Beifahrer Peter Czegledi aufgrund der ungewohnten Kraft des Fahrzeuges prompt überschlagen...

"Die Dünenetappen werden uns besonders liegen" berichtete der Deutsche Rolf-Joachim Neugebauer (Beifahrer des in Dubai ansässigen Franzosen Laurent Rosso) am Freitag. Und er sollte Recht behalten: Mit nur 40 Minuten Rückstand auf den Erstplatzierten kamen beide heute als Fünfte mit ihrem Nissan Dessoude Pathfinder über die Ziellinie. "Das hat heute richtig Spass gemacht" berichtet Neugebauer am Abend, "als alle anderen steckten, konnten wir vorbeiziehen und einige Plätze gutmachen. Allerdings waren mir das immer noch zu wenig Dünen, ich hätte mir gern mehr gewünscht". In der Gesamtwertung liegen beide weiterhin auf Platz 9.

Schwer erwischt hat es am heutigen Samstag den Jeep Cherokee des Ägypters Al Faruqui. Er überschlug sich an einem Dünenhang und beschädigte das Fahrzeug so schwer, das eine weitere Teilnahme ausgeschlossen ist. Zum Glück blieben Fahrer und Beifahrer unverletzt.

Hinter einer Düne haben sich heute auch zwei Trucks auf´s Dach gelegt. Der zweite Iveco, gefahren von Renato Rickler (Italien), sowie der Unimog des Bellina-Teams überschlugen sich auch an einem Dünenhang und fielen aus.

Ricklers Teamkollege Giacomo Vismara hingegen sorgte mit seinem Iveco Trakker wieder eine besondere Einlage und schaffte es in der Gesamtwertung (zwischen den Pkw) auf Platz 7 - und liegt somit in der Lkw-Klasse fast schon unschlagbar vorn. Das von marathonrally.com unterstützte Flex-MAN Team kam heute hinter dem Unimog von Lucio Pezzotta (Italien) als dritter Lkw über die Ziellinie und liegt nun im Lkw-Gesamtklassement auf dem dritten Platz. "Das war ein schöner Tag heute" berichtet Navigator Akos Jobbagy, "die Dünen haben uns und dem MAN gut gelegen".

Artikel vom 07.10.2006, Artikel: Pharaons Live Team/hs








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