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UAE Desert Challenge: Am Ende Platz 4 und 10 für Volkswagen





Carlos Sainz (Spanien) und Beifahrer Michel Périn (Frankreich) errangen bei der UAE Desert Challenge, dem Saisonfinale des FIA Marathonrally Worldcup, im Volkswagen Race Touareg in Dakar-Spezifikation drei von fünf Etappensiegen - nach dem Ausfall von Ari Vatanen und einem technischen Defekt bei Carlos Sainz reichte es somit nur für Platz 10 in der Gesamtwertung. Carlos Sousa und Andreas Schulz im Semi-Race Touareg des Team Lagos retteten die VW-Ehre und platzierten ihren Wolfsburger auf Platz 4.

Die VW Werkspiloten hatten auf der ersten Etappe mit einem Tagessieg die Führung übernommen, fielen jedoch am zweiten Tag wegen eines Defekts am Antrieb weit zurück. Bei extrem heissen Aussentemperaturen gewann Carlos Sainz auf den Dünenstrecken die vorletzte Etappe und entschied auch die Abschlussetappe über 286 Kilometer für sich. "Es war eine gute Rally, die vielen Kilometer waren eine sinnvolle Vorbereitung für die Rally Dakar" berichtet der Spanier.

"Ich habe viel Erfahrung im Sand gesammelt und fühle mich auf diesem Untergrund immer vertrauter. Das ist wichtig, denn bei der Dakar werden in Mauretanien einige Etappen auf Sand ausgetragen. Wir konnten hier gegen die sehr starke Konkurrenz drei Tageswertungen gewinnen. Ohne unser kleines Problem am zweiten Tag wäre ein super Resultat möglich gewesen. Der Race Touareg 2 verfügt über viele technische Verbesserungen. Ich glaube, wir sind gut für die Dakar gerüstet."

Auch Sainz´ Beifahrer Michel Périn kam heute zu Wort: "Ich bin drei Rallys mit Carlos gefahren und wir arbeiten prima zusammen und verstehen uns gut. Das konnten wir hier unter Beweis stellen, denn die UAE Desert Challenge war sehr schwierig. Bei der Überquerung der Dünen braucht man eine gute Kommunikation, um nicht stecken zu bleiben."

Mit einem zweiten Volkswagen Race Touareg 2 gab der Finne Ari Vatanen zusammen mit seiner Beifahrerin Fabrizia Pons sein Debüt im Werksteam von Volkswagen. Der viermalige Dakar-Sieger trat nach einem Motorschaden zur letzten Etappe der Marathonrally nicht mehr an. "Dieser Einsatz war ein Test unter Wettbewerbsbedingungen für die Dakar" meint der Finne. "Ich hatte so eine gute Gelegenheit, mich mit dem Race Touareg 2 und dem Team vertraut zu machen. Ausserdem war es optimal, nach einer längeren Pause wieder eine Rally zu bestreiten." Beifahrerin Fabrizia Pons, ehemalige Co von Jutta Kleinschmidt, ergänzt: "Die UAE Desert Challenge war meine erste Rally mit Ari Vatanen seit vielen Jahren, doch wir haben auf Anhieb gut zusammen gearbeitet. Leider war unser Einsatz vorzeitig beendet."

Erfolgreich verlief der dritte Einsatz des Portugiesen Carlos Sousa und seines deutschen Beifahrers Andreas Schulz mit einem Volkswagen Race Touareg 2 des Team Lagos. Das Fahrzeug, das vom Semi-Werksteam Phoenix Sport eingesetzt wird, erreichte nach fünf Etappen über insgesamt 1518 Kilometer den vierten Gesamtrang. "Es war eine gute Vorbereitung für die Rally Dakar im Januar, denn in diesem Jahr waren bei der UAE Desert Challenge alle grossen Teams mit ihren neuen Fahrzeugen vertreten" freut sich Sousa. "Ich bin sehr glücklich, denn wir hatten vorher einen fünften Platz angestrebt und nun sind wir Vierte geworden. Der Race Touareg ist perfekt gelaufen und auch Fahrer und Beifahrer waren zu 99 Prozent fehlerfrei" ergänzt sein deutscher Beifahrer Andreas Schulz.

Bei der UAE Desert Challenge kamen - ausser am Fahrzeug von Ari Vatanen - im Volkswagen Race Touareg 2 von Carlos Sainz verschiedene neue Komponenten für die Dakar 2007 zum Einsatz. Die Rally in den Dünengebieten von Dubai und Abu Dhabi bot dem Team die letzte Möglichkeit, im Wettbewerbseinsatz bei extremen Aussentemperaturen von über 35 Grad auf Sandstrecken, die denen der Dakar in Mauretanien ähnlich sind, zu testen. Damit ist das Rally- und Testprogramm von Volkswagen für die Dakar 2007 abgeschlossen.

Der von einem 2,5-Liter-TDI-Dieselmotor angetriebene Race Touareg errang in der Saison 2006 bei ausgewählten Rally-Einsätzen zwei Siege und gewann 18 Etappen. In den kommenden Wochen konzentriert sich das Werksteam von Volkswagen auf die Detailplanung und die Fertigstellung der Einsatzfahrzeuge für die am 6. Januar in Lissabon beginnende Dakar.

"Glückwunsch an Carlos Sainz und Michel Périn, die hier eine starke Leistung gezeigt" meint abschliessend Motorsport-Direktor Kris Nissen. "Carlos hat auf Sand viel dazu gelernt. Wir sind mit der Performance des Race Touareg 2 in neuester Spezifikation zufrieden. Wenn man die einzelnen Zwischenzeiten und Etappen vergleicht, ist das Fahrzeug mit den neuen Teilen der Konkurrenz von Mitsubishi, BMW und Schlesser ebenbürtig. Natürlich ist das ganze Team enttäuscht, dass wir nicht bis zuletzt um den Sieg mitkämpfen konnten, denn schliesslich sind wir ehrgeizige Sportler. Trotzdem ist es sehr positiv, dass uns die Weiterentwicklung des Race Touareg 2 gelungen ist. Nun warten intensive Wochen auf uns, in denen alle Einsatzfahrzeuge aufgebaut werden. Dann kann die Rally Dakar im Januar starten" so der Däne.

Artikel vom 10.11.2006, Artikel: marathonrally.com/hs/VW-Presse

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