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 | UAE Desert Challenge: Andrea Mayer beste Deutsche nach Prolog |
 [ UPDATE 20:55 Uhr ] Mit einem knapp 2,5 Kilometer langen Prolog startete heute die UAE Desert Challenge 2006 vor dem Burj Al Arab Hotel in Dubai. Die Teilnehmer wurden dabei rückwärts, also beginnend mit der grössten Startnummer, ins Rennen geschickt - eine Chance vor allem für die Teilnehmer im hinteren Starterfeld.
Auf einem Baustellengelände hatten die Veranstalter in einem Strand-ähnlichen Sandgebiet einen Zickzack-Rundkurs abgesteckt - dabei machte vor allem der Sand zahlreichen Teilnehmern zu schaffen. Obwohl Wasserwagen den butterweichen Sand kurz vor dem Start durchtränkten, bildeten sich schnell tiefe Furchen. Vor allem die zweirad-angetriebenen Buggys hatten hier zu kämpfen, Jean-Louis Schlesser im Ford-Buggy holte sich prompt einen vorderen Reifen von der Felge.
Zum Prolog gab es dann auch gleich zwei Überraschungen: Als Bester konnte der Südafrikanische ABSA-Spezialist Mark Corbett mit seinem Nissan Navara Pickup den Parcours mit drei Hundertstel-Sekunden Vorsprung vor Mitsubishi-Pilot Luc Alphand und 1,5 Sekunden vor dem besten VW Race Touareg mit Carlos Sousa bewältigen.
Die zweite Überraschung waren heute Andrea Mayer und marathonrally.com Redakteur Jörg Sand, die mit ihrem Mega auf Platz 5 über die Ziellinie kamen und somit das beste Deutsche Team sind. "Es war für uns sehr überraschend" berichtet Jörg Sand am Abend, "Andrea war kurz nach dem Prolog noch der Überzeugung, heute nicht besonders schnell gewesen zu sein". Beim deutsch-französischen Mega-Team, gesponsert von Kumho Tires, ist die Stimmung entsprechend gut: "Das Auto läuft klasse, auch bei der Technischen Abnahme hatten wir keinerlei Probleme. Allerdings wird die heutige Nacht kurz, bis zum späten Abend müssen wir das Roadbook vorbereiten, morgen geht es dann sehr früh nach Abu Dhabi zum Start in die erste Etappe" so Copilot Sand.
Die "grossen" Teams gingen es heute allgemein verhalten an. Bei Mitsubishi lagen die "alten" Pajero Evolution von Luc Alphand (Platz 2) und Hiroshi Masuoka (Platz 4) noch vor dem einzigen neuen MPR13, gesteuert von Stephane Peterhansel - er kam hinter Andrea Mayer an sechster Position ins Ziel.
Bei Volkswagen erzielten Carlos Sousa und sein deutscher Beifahrer Andreas Schulz im privat eingesetzten Lagos-Race Touareg mit Platz 3 das beste Ergebnis, die beiden Werks-Touaregs folgen auf Platz 7 (Ari Vatanen/Fabrizia Pons) und Platz 12 (Carlos Sainz/Michel Périn), lesen Sie hierzu bitte auch den gesonderten Bericht.
Mit Spannung wurde der erste Start von Jutta Kleinschmidt im X-Raid BMW X3CC erwartet - doch die Deutsch-Monegassin ging es heute ebenfalls ruhiger an und kam mit ihrer neuen Beifahrerin Tina Thörner auf Platz 15. "Ich bin sehr von dem Fahrzeug und vom X-Raid Team beeindruckt" berichtete Kleinschmidt nach dem Rennen. "Sven Quandt hat beiweitem nicht die Ressourcen der grossen Teams zur Verfügung, macht dies mit sehr effizienter Arbeit und guter Organisation aber wieder wett. Ich kann mir gut vorstellen, das wir die anderen Teams auf dieser Rally noch überraschen könnten".
Die beiden privat eingesetzten BMW X-Raid X5CC des Brasilianers Paulo Nobre und des Spaniers José-Luis Monterde kamen mit Platz 13 und 14 sogar noch vor Jutta Kleinschmidt ins Ziel. Bester Pilot bei X-Raid war Nasser Al Attiyah, der es auf Platz 8 der Tageswertung schaffte. "Heute war kein Tag, um ein Risiko einzugehen" berichtet der smarte Pilot. "Dies ist eine kurze Rally und meine Strategie ist, in den Dünen zu überzeugen - und vielleicht zu gewinnen. Der X3CC ist aus meiner Sicht mehr als Siegfähig, morgen sehen wir mehr" so der Qatari, der sich nach der UAE Desert Challenge direkt auf den Weg nach Neuseeland zu einer WRC-Rally macht.
Der rote Fast&Speed Buggy von Sandro Wallenwein und Dr. Schünemann schaffte es heute im Prolog mit 3:17 Minuten auf Platz 20, das französisch-deutsche Duo Rosso/Neugebauer im blauen Fitech Nissan Pathfinder erreichte Platz 23 und der silberne 2drive/KS-Tools Mitsubishi Pajero von Stephan Schott und Holm Schmidt erklomm Position 28.
Am morgigen Montag startet die erste Etappe der UAE Desert Challenge 2006. Dabei führt am frühen Morgen zuerst eine Überführung von Dubai nach Abu Dhabi, wo gegen 9:30 der Start in die 284 Kilometer lange Spaciale erfolgen soll. Die ersten Fahrzeuge werden gegen 16:30 im Wüstencamp in Moreeb erwartet.
Artikel vom 05.11.2006, Artikel: marathonrally.com/hs
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