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UAE Desert Challenge: Der neue Dreikampf der Grossen in Dubai







Eigentlich sollte Jutta Kleinschmidt ihr Debut im X-Raid BMW X3CC gemeinsam mit ihrer Beifahrerin Tina Thorner schon auf der Pharaons Rally in Ägypten haben, doch technische Probleme verhinderten den Start und so trat X-Raid "nur" mit zwei Kunden-X5CC mit dem Spanier Jose-Luis Monterde und dem Brasilianer Paulo Nobre an.

Doch eine Wüstenrally vor der Dakar muss zum testen her - schliesslich hat Kleinschmidt in diesem Jahr noch an keiner Rally (ausser der Dakar für Volkswagen) teilgenommen und konnte sich so bisher auch nicht mit der Konkurrenz messen. Es bleibt also nur noch die UAE Desert Challenge in Dubai. Auch wenn die Emiraten-Rally kaum die guten Dakar-Testmöglichkeiten wie die Pharaons bietet, so kann sich das Deutsch-Schwedische Damenduo nun zumindest in den Dünen mit den Konkurrenten messen.

Mit insgesamt vier Fahrzeugen wird X-Raid in Dubai antreten. Neben Jutta Kleinschmidt startet auch der Qatarische "Haudegen" Nasser Al Attiyah mit einem neu konfigurierten BMW X3CC, dazu kommen wie in Ägypten die X5CC-Kunden Monterde und Nobre. Auch Volkswagen und Mitsubishi schicken einige Fahrzeuge ins Rennen - das besondere Augenmerk gilt hier vor allem den neuen Mitsubishi Pajero EVO MPR13, die als "Wunderwaffe" gelten sollen.

Volkswagen startet mit drei Race-Touareg, erstmals mit dabei ist der Finne Ari Vatanen, der gemeinsam mit Jutta Kleinschmidt´s Ex-Beifahrerin Fabrizia Pons startet. Im zweiten Race-Touareg startet der Spanier Carlos Sainz gemeinsam mit dem Franzosen Michel Périn, der dritte Race-Touareg wird als Semi-Fahrzeug vom Team Lagos eingesetzt und von Carlos Sousa und seinem deutschen Beifahrer Andreas Schulz pilotiert.

Auch wenn der Race-Touareg optisch und offiziell dem neuen Mitsubishi EVO unterlegen sein dürfte, munkelt man hinter vorgehaltener Hand, das man auch in Wolfsburg in den vergangenen Monaten nicht untätig war. "Wir konnten einige Tests von Volkswagen beobachten" berichtet ein Mitglied eines Wettbewerber-Teams, "anscheinend wurde viel unter der Haube verändert, die Zeiten der Race-Touareg sind sehr interessant".

Vor allem die Neuentwicklung Mitsubishis könnte für Spannung sorgen. Sind die neuen EVOs wirklich so gut wie alle behaupten? Oder kann die Japan-Frankreich-Connection (die Rally-Mitsubishi werden jetzt in Frankreich gebaut) einfach nur am besten mit den Säbeln rasseln? "Der neue MPR13 ist das beste Rallyauto, das ich je gefahren habe" berichten die Mitsubishi-Werkspiloten Stephane Peterhansel und Luc Alphand übereinstimmend. Der Schwerpunkt ist niedriger, das Handling angeblich wesentlich besser. "Der fährt sich wie ein WRC-Auto" so Peterhansel. Mitsubishi wird in Dubai mit Luc Alphand, Stephane Peterhansel und Hiroshi Masuoka dabei sein.

Der Wettkampf zwischen den "Grossen Drei" ist also eröffnet - zudem Nissan (Dessoude, Promotech, Technosport und Techport Hungary) nicht starten wird. Und dennoch gibt es da zwei Gesellen, die alles versuchen werden, um an den "Grossen" dranbleiben zu können: FIA Marathonrally Worldcup Sieger 2006 Sergej Shmakov tritt mit seinem wuchtigen ZIL-Buggy an - der sich bereits auf der Pharaons mit einem Gesamtsieg bestens bewährte. Dazu kommt Jean-Louis Schlesser, der es aber in der Vergangenheit kaum noch schaffte, in altbekannter Tradition mit dem Werksteams mitzuhalten - doch die grossen Dünen liegen dem Franzosen.

Last but not Least gibt es neben zahlreichen privaten und regionalen Startern noch zwei "besonders Grosse", die auch an vorderster Front eine Rolle spielen dürften: Der russische Truckbauer Kamaz hat sich mit zwei seiner besonderen Rallytrucks und sechs besonders harten Insassen in den Emiraten angekündigt.

Artikel vom 27.10.2006, Artikel: marathonrally.com/hs








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