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 | UAE Desert Challenge: Doppelsieg für Mitsubishi, Alphand gewinnt |
 Mit einem Doppelsieg konnte Mitsubishi die UAE Desert Challenge 2006 beenden. Luc Alphand entschied das interne Duell gegen Stephane Peterhansel für sich und konnte am Freitag seinen ersten Gesamtsieg auf der UAE Desert Challenge im "alten" Mitsubishi Pajero Evolution MPR12 feiern. Teamkollege Stephane Peterhansel ergatterte sich im neuen Evo MPR13 mit knapp 8 Minuten den zweiten Platz vor dem Franzosen Jean-Louis Schlesser im Ford-Buggy.
Auf Platz 4 folgt der beste, privat eingesetzte VW Race-Touareg von Carlos Sainz und Beifahrer Andreas Schulz vor den beiden X-Raid BMW X3CC von Nasser Al Attiyah und Jutta Kleinschmidt, Hiroshi Masuoka im dritten Mitsubishi, BMW X5-Pilot Jose-Louis Monterde und Lokalmatador Yahya Alhelei im Chevrolet Colorado. Bester Werks-VW wurde Carlos Sainz auf Platz 10 - ein technischer Defekt hatte den Spanier trotz mehrfacher Etappensiege weit zurückgeworfen. Der zweite Werks-Race-Touareg von Ari Vatanen fiel mit einem Motorschaden aus.
Für Mitsubishi ist der Sieg in Dubai in zweifacher Hinsicht ein Gewinn: Neben den guten Platzierungen ihrer Fahrer konnten die Japaner auch den FIA Marathonrally Worldcup-Titel in der Herstellerwertung einfahren.
"Es ist ein sehr gute Gefühl, zu gewinnen" erklärte ein überglücklicher Luc Alphand am Abend im Ziel. "Wir hatten eine coole Rally, haben uns nicht einmal festgefahren und nicht einen Reifen wechseln müssen. Mein Beifahrer hat wie unser Team einen klasse Job gemacht - beste Voraussetzungen also für die kommende Dakar." Ein grosses Lob ging auch an die Organisation: "Wenn Sie ein Rallyveranstalter sind, müssen Sie zur UAE Desert Challenge kommen" meint Alphand, "diese Rally macht viel Spass und ist einfach sehr gut organisiert."
Stephane Peterhansel freute sich über seinen zweiten Platz, auch wenn er seinen "UAE-Rekord" nicht ausbauen konnte: In den vergangenen vier Jahren gewann der die Rally dreimal im Pkw, davor gewann er sie zudem zweimal auf dem Motorrad. Zum Verhängnis wurde dem sympathischen Franzosen ein Crash hinter einem Dünenabhang am ersten Tag der Rally - dort fuhr Peterhansel zu schnell über die Düne und schlug dahinter ein. Die Reparatur kostete ihn wertvolle Zeit - die ihm am Ende zum Sieg fehlte.
Der Franzose Jean-Louis Schlesser schaffte es - entgegen vieler Vermutungen - am Ende doch wieder aufs Treppchen - vor allem die vielen schnellen Passagen lagen ihm und seinem Buggy, am lezten Tag reichte es sogar noch für einen Etappensieg.
Pechvogel der Rally war Volkswagen-Pilot Carlos Sainz, der die Veranstaltung eindeutig dominierte und insgesamt drei Etappensiege einfuhr. Ein Technischer Schaden warf den Spanier jedoch weit zurück und somit waren alle Siegträume dahin. Dennoch ist Sainz zufrieden: "Es war meine erste UAE Desert Challenge und es war sehr interessant, vor allem in den Dünen. Die Hitze war fast unerträglich und hat es einem schwer gemacht, sich zu konzentrieren - aber auch das war eine sehr gute Erfahrung".
Schnellster Lkw wurde erwartungsgemäss ein Kamaz - obwohl nur einer der zwei eingetzten Russen das Ziel erreichte. Am Steuer: Kein Geringerer als der Premierminister der russischen Republik Tatarstan, Rustam Minnikhanov. Der Politiker zeigte sich beeindruckt von der Rally und freundete sich prompt mit Veranstalter Mohammed Ben Sulayem an. "Jetzt war ich in den Emiraten und nun habe ich Ben Sulayem zu uns eingeladen" berichtet Minnikhanov, "und er hat zugesagt".
Das beste Ergebnis aus deutscher Sicht erzielte Andreas Schulz als Beifahrer von Carlos Sousa im privaten Volkswagen Race-Touareg mit Platz vier, beste Deutsche hinter dem Lenkrad wurde Jutta Kleinschmidt im X-Raid BMW X3CC (siehe auch Extraartikel). Nachdem Andrea Mayer/Jörg Sand mit ihrem Mega nach einem Überschlag ausfielen und auch Sandro Wallenwein und Dr. Thomas Schünemann nach einem Motorschaden an ihrem Fast Speed Buggy früh aufgeben mussten, verblieben einzig Stephan Schott und Holm Schmidt als letztes Deutsch-Deutsches Team. Sie fuhren eine souveräne Rally und platzierten ihren silbernen Mitsubishi Pajero des 2drive/KS-Tools Team auf Platz 19 der Gesamtwertung.
Der Nissan Pathfinder des französisch-deutschen Teams Joseph Rosso und Rolf-Joachim Neugebauer fiel nach technischen Problemen weit zurück, konnte dann aber im ersten Teil der heutigen fünften Etappe erneut starten und mit Platz 24 abschliessen. Das endgültige Aus kam dann jedoch im zweiten Teil der Etappe - viel Pech also in diesem Jahr für die zahlreichen deutschen Teilnehmer.
Bei den Motorrädern gewann der Spanier Marc Coma vor dem Franzosen Cyril Despres, Jordi Viladoms (Spanien), David Casteu (Frankreich) und Christopher Blais (USA, alle KTM).
Endergebnis UAE Desert Challenge 2006
Autos
01) Luc Alphand/Gilles Picard (F) | Mitsubishi Pajero Evo | 16:51:15
02) Stephane Peterhansel/Jean-Paul Cottret (F) | Mitsubishi Pajero Evo | 17:07:14
03) Jean Louis Schlesser/Emmanuel Guigou (F) | Schlesser Ford | 17:27:42
04) Carlos Sousa/Andreas Schulz (P/D) | VW Race Touareg | 17:32:12
05) Nasser Al Attiyah/Alain Guehennec QA/F | X-Raid BMW X3CC | 18:02:09
06) Jutta Kleinschmidt/Tina Thorner (D/S) | X-Raid BMW X3CC | 18:25:34
07) Hiroshi Masuoka/Pascal Maimon (J/F) | Mitsubishi Pajero Evo | 18:28:16
08) Jose Luis Monterde/Jean-Marie Lurquin (E/B) | BMW | 19:03:50
09) Yahya Alhelei/Khalid Alkendi (UAE) | Chevrolet | 20:44:43
10) Carlos Sainz/Michel Perin (E/F) | VW Race Touareg | 21:12:45
Motorräder
01) Marc Coma (E) | KTM 660 LC4 | 18:02:17
02) Cyril Despres (F) | KTM 660 LC4 | 18:16:36
03) Jordi Viladoms (E) | KTM 660 LC4 | 18:26:10
04) David Casteu (F) | KTM 660 LC4 | 18:32:48
05) Christopher Blais (USA) | KTM 660 LC4 | 18:33:21
06) Pal Anders Ullevalsetter (N) | KTM 660 Rally | 18:34:15
07) Frans Verhoeven (NL) | KTM 660 LC4 | 18:37:36
08) Sean Linton (GB) | Honda 450 CRF | 20:19:46
09) Janis Vinters (LV) | KTM 660 | 20:34:16
10) Oscar Polli (I) | KTM 450 Rally | 20:51:46
Artikel vom 10.11.2006, Artikel: marathonrally.com/hs
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